21.07.2009 - Rheinmetall Defence und Valtech berichten über Projekterfolg mit agilem Global Sourcing
Großes Interesse der CIOs auf dem FOCUS-Kongress „IT-Management der Zukunft“: Hans-Heinrich Meyer, Senior Vice President und Head of Product Division Land Simulation von der Rheinmetall Defence Electronics GmbH (Bremen) und Ingo Kriescher, Vorstand der Valtech AG, stellten in ihrem gemeinsamen Vortrag ihre Erfahrungen mit agilen und iterativen Methoden bei der Softwareentwicklung im Valtech Off-Shore Development Center (ODC) im indischen Bangalore vor.

(Foto: © premevent GmbH)

 

Der FOCUS-Jahreskongress 2009 fand vom 1. und 2. Juli im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg statt und bot für über 100 Teilnehmer anregenden Austausch, Diskussionen und Networking. Auf dem Programm standen Vorträge über IT-Strategien und Case Studies, die mit Innovation gegen die Krise zum Erfolg steuern. 20 hochrangige Referenten waren dabei, darunter CIOs namhafter deutscher und internationaler Unternehmen, unter anderem aus den Sektoren Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Pharmaindustrie.

 

Hans-Heinrich Meyer, Senior Vice President und Head of Product Division Land Simulation von der Rheinmetall Defence Electronics GmbH (Bremen) und Ingo Kriescher, Vorstand der Valtech AG, stellten in ihrem gemeinsamen Vortrag ihre Erfahrungen mit agilen und iterativen Methoden bei der Softwareentwicklung im Valtech Off-Shore Development Center (ODC) im indischen Bangalore vor.


Rheinmetall Defence Electronics (RDE) entwickelt technisch anspruchsvolle Simulationssysteme für militärische und zivile Nutzungen. In den Flug-, Land- und Wassersimulatoren findet die realitätsnahe Ausbildung von Piloten und Bedienungsmannschaften statt. Darüber hinaus können mittels Prozesssimulation taktische Schulungen ganzer Einheiten als Vorbereitung für verschiedene Missionen durchgeführt werden.

Modell eines Simulationsraums von RDE

 (Grafik: © Rheinmetall Defence Electronics)

Valtech unterstützte RDE bei der Entwicklung von Simulationssoftware. Nach dem Erarbeiten und Abstimmen aller Requirements wurde das „Virtuelle Projekthaus“ aufgebaut, eine technische Infrastruktur, welche die Zusammenarbeit eines Teams aus deutschen und indischen Kollegen wie in einem lokalen Entwicklungsbüro ermöglicht. Das virtuelle Projekthaus funktioniert sowohl als Kommunikationsplattform als auch als zentraler Datenspeicher für alle relevanten Informationen. Der aktuelle Projektstand ist immer zeitgleich für alle Beteiligten von RDE, Valtech Deutschland und Valtech Indien verfügbar. Anstelle der klassischen Kommunikation über E-Mail setzt Valtech neben Videokonferenzen auch ein WiKi ein, so dass der Austausch von Informationen von allen verfolgt werden kann und keine wichtigen Nachrichten verloren gehen. Insgesamt entsteht eine sehr hohe Transparenz im Projekt, die Zeit spart und Reibungsverluste vermeidet.

 

Die Entwicklung der Software selbst wurde von Valtech auf bewährte Weise mit agilen Methoden umgesetzt. Das iterative Verfahren beinhaltet tägliche SCRUM-Meetings, den täglichen Test des aktuellen Entwicklungsstandes (Daily Build) sowie die Auslieferung und ein Review alle vier Wochen vor der nächsten Iteration. So können Kunde und Entwicklungsteam schrittweise die Ausreifung der Software verfolgen und abstimmen. Error Reporting und Change Requests werden in dem Issue Tracking System „JIRA“ verwaltet und abgearbeitet. Das zentrale Code Repository gewährleistet die korrekte Versionierung der Software-Entwicklungsstände. Die laufende Integration in das Produktivsystem ermöglicht den RDE-Mitarbeitern bereits während der Entwicklung die Arbeit mit der neuen Software und bietet so Gelegenheit zu wertvollem Feed-back der Anwender.

 

Valtech gelang es als einer von wenigen Firmen weltweit (s. Forrester Research), diese neuen Methoden des Software-Engineering in der Offshore-Entwicklung einzusetzen und realisiert so Outsourcing-Projekte bei minimalem Risiko und maximaler Transparenz für den Kunden.

Das virtuelle Projekthaus
Das "virtuelle Projekthaus"

RDE will nach dem erfolgreichen Pilotprojekt mit Valtech sein eigenes ODC weiter ausbauen. Geringere Entwicklungskosten, höhere Effizienz und mehr Kapazitäten durch Zugriff auf einen flexiblen Pool von Software-Entwicklern sind für den Kunden überzeugende Vorteile – und nicht zuletzt wurden die Leistungen in der vereinbarten Qualität pünktlich geliefert.

 

Auf dem FOCUS-Kongress wurde in der nachfolgenden Diskussion deutlich, dass Innovation erst langsam in der Praxis der Software-Entwicklung ankommt und dass Valtech mit hier schon ganz vorne mit dabei ist.

 

Das Skalierungskonzept von Valtech ist für Unternehmen sehr interessant, die Individualsoftware erstellen und dabei die Ressourcen ihrer eigenen IT-Fachleute schonen wollen. Valtech unterstützt seine Kunden bereits in der Spezifikationsphase und übernimmt das vollständige Requirements Engineering. Regelmäßiges Feed-back und intensive Abstimmung mit den Entwicklungsverantwortlichen auf der einen Seite und mit dem Team in Indien auf der anderen Seite stellen sicher, dass alle Anforderungen des Kunden in der Software-Entwicklung umgesetzt werden.

Zusammenarbeitsmodelle im Global Sourcing

Valtechs Skalierungskonzept: Zusammenarbeitsmodelle im Global Sourcing

 

>> Weitere Informationen zur Veranstaltung

>> Artikel in der Computerwoche: „Innovation trotz Sparzwang“