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Valtech führte in den letzten Wochen eine Befragung zum Thema „Aktuelle Trends im Produktentstehungsprozess“ durch. Im Rahmen dieser Umfrage wurden Experten aus einer Reihe von Industrieunternehmen zu PEP Themen und deren Relevanz in ihrer täglichen Arbeit befragt (4 = sehr relevant; 1 = nicht relevant).
Die Teilnehmer der Befragung stammen aus dem Umfeld der Automobil- und Zulieferindustrie (OEMs und 1-Tier-Lieferanten). 85% der Befragten sind dort im Entwicklungsumfeld und somit direkt im Produktentstehungsprozess tätig.
Im Folgenden sind die Ergebnisse der Expertenbefragung kurz dargestellt:
Die Themenfelder Anforderungsmanagement und Absicherung der Lieferantenkommunikation sind von besonderem Interesse. Elektronische Projektflächen sowie die Integration von virtuellen Absicherungsprozessen stehen im Tagesgeschäft der Befragten eher im Hintergrund (Abbildung 1).
Abbildung 1: relevante Themenfelder im PEP
Nach Einschätzung der befragten Experten sind die aktuell wichtigsten Handlungsfelder über alle Schwerpunkte hinweg die Folgenden (Abbildung 2).
Abbildung 2: Handlungsfelder im PEP
Besonders im Fokus stehen hierbei eine durchgängige Dokumentation von Anforderungen, eine durchgängige Produktkonfiguration über den gesamten Produktlebenszyklus sowie die Übergabe von Stücklisten und Entwicklungsergebnissen in die Serie.
Die Teilnehmer der Expertenbefragung bestätigen einen Trend der Entwicklungsstrategie weg von Bauteilorientierung in Richtung Funktionsorientierung, nicht zuletzt getrieben von der steigenden Bedeutung von Software in Produkten, die nur funktionsorientiert sein kann.
Durchgängigkeit und Transparenz im PEP durch Integration der verschiedenen Fachbereiche innerhalb der Unternehmen sowie durch die Anbindung von Entwicklungspartnern ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im PEP. Diese Integration kann über ein effizientes Anforderungs- und Änderungsmanagement sowie ein durchgängiges PDM-System gesteuert werden.
Elektronische Projektflächen stellen nach Meinung der Mehrheit der Befragten eine sinnvolle Dokumentationsform in verteilten Entwicklerteams dar, bieten jedoch keine ausreichenden Möglichkeiten einer geeigneten Kommunikation. Face-to-Face ist nach wie vor die bevorzugte Kommunikationsart zur Diskussion und Lösung komplexer Problemstellungen.
Eine frühzeitige Einbindung von Produktionsanforderungen in die Entwicklung sowie die Verwendung von Wiederhol- und Gleichteilen sind wichtige Stellhebel zur Verkürzung der Entwicklungszeit im PEP. In vielen Unternehmen besteht zu diesem Punkt noch sehr großer Handlungsbedarf.
Die Themen Absicherung der Lieferantenkommunikation und Anforderungsmanagement wurden von 95% der Befragten mit einer Relevanz von wichtig bis sehr wichtig bewertet.
Abbildung 3: Absicherung der Lieferantenkommunikation
Aufgrund sinkender Wertschöpfungstiefe und der damit einhergehenden erhöhten Lieferanten-einbindung in Produktentwicklung und Produktion gewinnt die Absicherung der Lieferantenkommunikation stark an Bedeutung. Die Teilnehmer der Befragung bewerten vor diesem Hintergrund die Aktualität der Änderungsstände und die Vollständigkeit von übermittelten Termin- und Statusinformationen mit hoher Relevanz (Abbildung 3). Im Rahmen der Lieferantenintegration gewinnt der Umgang mit Know-How sowie dessen Nutzung und dessen Schutz zusehends an Bedeutung. Besonders im Bezug auf Produkt- und Prozessinformationen sowie Projektmanagement werden diese Veränderungen im Umgang mit Informationen und Lieferanten deutlich.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die Zusammenarbeit.
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