Flexible Lösungen für die Telekommunikations-Branche
Das Ziel ist es, eine IT-Landschaft zu schaffen, die flexibel auf die geänderten Anforderungen des Marktes reagieren kann. Hier finden die Konzepte von Service-orientierten Architekturen Anwendung.
Das Zusammenspiel eines Top-down Ansatzes bei der Planung der langfristigen IT-Strategie (Planungshorizont 10-15 Jahre) und dem Bottom-up Prinzip bei der Umsetzung der Strategie in Projekten (Planungshorizonte 6-18 Monate) schafft eine unternehmensweite modulare Service-Infrastruktur.
Der Fokus liegt dabei in erster Linie auf der funktionalen Bestimmung der Services und Prozesse und nicht auf den rein technologischen Aspekten. Mit einer Service-orientierten Architektur werden unternehmensweit Architekturprinzipien eingeführt, an denen sich neue Projekte orientieren. Dekompostion der Prozesse und Wiederverwendbarkeit von Komponenten sind zwei der Kernprinzipien, die einer SOA zugrunde liegen.
Valtech als Partner in Telco-Solutions
Im Geschäftsfeld Telco-Solutions kann Valtech auf umfassende Kenntnisse der Geschäftsprozesse im Umfeld der Business Support Systems (BSS) der Telekommunikationsbranche zurückgreifen.
Auf dem Programm-Level begleitet Valtech seine Kunden bei der Entwicklung der IT-Strategie, etwa bei dem Planungsentwurf von zukunftsweisenden Bebauungsplänen und der Einführung von Top-down SOA-Konzepten.
Valtech realisiert beispielsweise Lösungen für die Auftragserfassung im Telefon-Shop, Online-Auftragserfassung, Produktkataloge, Pricing-Engines, Kampagnen-Management, Customer Care Frontends und Business-Portale.
Umfassendes Prozess-Verständnis und die reale Projekterfahrung machen Valtech zum idealen Partner, um die Einführung einer Service-orientierten Architektur zu gestalten.
Folgende Projektbeispiele verdeutlichen, auf welche Anforderungen wir bei unseren Kunden treffen, welche Lösungsansätze wir wählen und welcher Nutzen für unsere Kunden dabei entsteht.
SOA-Strategie für Business Support Systems
Die Entwicklung eines zukunftsweisenden Bebauungsplans ist ein erster Schritt bei der Umsetzung einer übergreifenden IT-Strategie, die eine Service-orientierte Architektur auf den Weg bringt. Die Entwicklungsstufen einer Service-orientierten Architektur werden in Workshops entwickelt. Wir schaffen den Handlungsrahmen für die Umsetzung zukünftiger IT-Projekte.
Im BSS-Umfeld konnten wir in Zeiten der Umstrukturierung und des Outsourcings einen großen Telekommunikationsanbieter bei der Entwicklung der IT-Strategie unterstützen. Die Integration von Projekten erfordert die Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen. Stakeholder aus den Fachbereichen, den Betriebsabteilungen, aus der Entwicklung und den Testabteilungen werden an einen Tisch geholt. Die Entwicklung einer übergreifenden Architekturinitiative bezieht alle Stakeholder der Prozesse mit ein. Der damit einhergehende steuernde Einfluss auf vertikaler Ebene erleichtert die Wiederverwendbarkeit von Einzelkomponenten und Applikationen.
Dekomposition und Wiederverwendbarkeit im Kampagnen-Management
Die unterschiedlichen Vertriebswege, wie Point-of-Sales, Internet oder Telefonberatung benötigen individuelle Sichten der Marketing-gesteuerten Kampagnen. Die einzelnen Kampagnen sind Vertriebskanal-spezifisch. Die jeweiligen Systeme bekommen durch individuelle Service-Facades jeweils ihre spezifischen Kampagnen-Informationen.
Es ist ein wichtiges Architekturparadigma von Service-orientierten Architekturen, die Prozesse einer übergreifenden Enterprise-Landschaft in überschaubare Komponenten aufzuteilen. Die Dekomposition von Prozessketten in Bestandteile, die unabhängig voneinander weiterentwickelt werden können, ist von großer Bedeutung, um die Flexibilität des gesamten Systems zu gewährleisten und die Entwicklung zu vereinfachen.
Die Einführung von „Facades“, die auf zentrale Services zugreifen, ermöglicht den Teilsystemen ihre spezifische Sicht auf zentral verwaltete Prozesse. Das Service-orientierte Design der Komponenten gewährleistet eine hohe Wiederverwendbarkeit der Basis-Services im Kampagnen-Management. Durch die Zentralisierung der Kernservices ist es gelungen, dem Vertrieb bei der Einführung neuer Kampagnen einen schnelleren Durchgriff auf die Vertriebskanäle zu ermöglichen.
Orchestrierung von Services im Auftragsmanagement und Pricing
Die Pricing-Regeln ergeben sich aus dem komplexen Produkt-Portfolio und der beabsichtigten stärkeren Kundenbindung. Die Prozesslogik bei der Auftragsgenerierung muss auf Kundendaten, Produktkataloge, Pricing-Regeln und Kampagnen-Informationen zugreifen. Die Daten werden von den verschiedenen Backend-Systemen bei der Auftragsannahme abgegriffen werden und bilden die Grundlage bei der Ermittlung des individuellen Preises für den Kunden.
In kaum einem anderen Marktsegment sind die Regeln für die Preisfindung so komplex wie in der Telekommunikation. In Abhängigkeit von Produktkategorie, vom Vertriebsfall, Bundling, Vertriebskanal, Kunden-Rating, Kundensegment und Kampagnen werden individuelle Preise berechnet.
Bei der Erstellung des Auftrags durchläuft der Prozess mehrere Stufen, in denen er mit den Informationen der unterschiedlichen Backend-Systeme angereichert wird. Auf Basis dieser Service-Infrastruktur arrangiert der übergeordnete Prozess die verfügbaren Services und implementiert die komplexe Geschäftlogik.
In einer Service-orientierten Architektur kann bei der Realisierung solcher Prozesse auf bereits bestehende Services zugegriffen werden. So wird Redundanz vermieden und Kosten können eingespart werden.
Heterogene Backendsysteme und Aggregation bei Call-Center-Clients
Bei der Umsetzung des Frontends für das Call-Center werden diverse Backend-Systeme über unterschiedliche Technologien angebunden. Um die Implementierung des Web-Frontends einfach zu gestalten und die technische Komplexität zu verbergen werden die Backend-Systeme über Adapter angebunden. Die Geschäftslogik-Services aggregieren die Informationen. Diese greifen auf Adapter-Services zu, die über den Service-Bus mit den Services der Backend-System verbunden sind.
Die Integration innerhalb der bestehenden IT-Landschaft ist bei jedem Projekt ein wichtiges Thema. Dabei werden Schnittstellen zu verschiedenen Backend-Systemen integriert. Produkte, Preise und Kundendaten kommen aus den unterliegenden Systemen in einer heterogenen Systemlandschaft.
Um die Anbindung neuer Call-Center bei Service-Providern zu vereinfachen, wurde eine mandantenfähige Service-Schnittstelle realisiert, die den Zugriff auf die relevanten Daten der Backend-Systeme bereitstellt. Ein Frontend kann auf Basis der verfügbaren Geschäftslogik-Services einfach implementiert werden und muss nicht Technologien und Kommunikationsprotokolle der darunter liegenden Backend-Systeme kennen.
Unabhängigkeit von den Backend-Systemen und schnellere Entwicklungszyklen für Frontend-Systeme sind die Folge.
>> Flexible Lösungen in der Telekommunikation auf Basis von SOA-Konzepten
Präsentation von Marcus Bell, Senior Consultant bei Valtech, zum SOA-Kongress am 13.11.2007 in Mainz.
>> Flexible Lösungen für die Telekommunikationsbranche auf Basis von SOA-Konzepten
Dieser Artikel von Marcus Bell, Senior Consultant bei Valtech, ist im Objektspektrum II/2008 erschienen und bei SIGS-DATACOM als PDF zum Download verfügbar.











